Formel-E Saisonstart in Hongkong

1
Formel-E Saisonstart mit dem Abt Schaeffler Audi Sport

Die dritte Saison der FIA-Formel-E-Flitzer begann am Sonntag spektakulär in Hongkong. Zwar standen am Ende des Formel-E Saisonstart dieselben Gesichter in derselben Reihenfolge auf dem Podium wie letztes Jahr. Aber der Rennverlauf ließ einen solchen Ausgang nicht unbedingt erahnen. Der lange Zeit führende Nelson Piquet Junior wurde noch um seinen schon sicher geglaubten Sieg gebracht. Im Rennen der vollelektrischen eBoliden gewann Sebastien Buemi im Renault e.dams vor Lucas di Grassi (Rennstall Abt) und Nick Heidfeld mit dem indischen Formel-E Fahrzeug von Mahindra.

Formel-E Saisonstart mit zehn Teams in Hongkong

Die Formel-E ist ein jungen Wettbewerb im Motorsport und eine Idee des ehemaligen Ferrari Geschäftsführers und Schumacher Intimus Jean Todt. Der Formel-E Saisonstart erfolgte mit zehn Teams mit jeweils zwei Fahrern, die in Fahrzeugen mit Elektromotor, einheitlichem Chassis und Reifen sitzen.

Die Batterien für die eBoliden werden von eine Tochterunternehmen des britischen Formel-1 Teams Williams geliefert. Trotz einer Begrenzung auf 225 Stundenkilometer reicht die Leistung der Batterie noch nicht für das gesamte Rennen. Somit wechseln die Fahrer zur Hälfte der Distanz einfach das Auto.

BMW folgt Audi folgt Jaguar folgt Renault

In den ersten beiden Jahren stellte der französische Autohersteller Renault als einziger Hersteller ein Werksteam. In dieser dritten Saison kommen die eBoliden der englischen Jaguars hinzu. Audi fördert bislang das deutsche Team Abt aus dem bayerischen Allgäu, dort hat man bereits angekündigt, ab 2017 ein eigenes Werksteam zu bringen. Lucas de Grassi wurde in Hongkong Zweiter, Daniel Abt nach diversen Problemen 16. BMW wiederum verkündete vor wenigen Tagen, mit einem eigenen Werksteam in der Saison 2018/19 anzugreifen. Bis dahin beschränkt man sich auf die Zusammenarbeit mit dem kalifornischen Rennstall Andretti.

Nun ist die Formel-E dem großen Milliardengeschäft der Formel 1 natürlich weit unterlegen. Neben dem Geld, der global perfektionierten Marke und den Stars und Sternchen in den Formel 1 Boliden und am Rande der Strecke fehlt für einige Kritiker ein wesentliches Element: der sound der Fahrzeuge. Die Elektro-Boliden kommen leise surrend daher, Kopfhörer sind hier für das Publikum nicht vonnöten.

Macht nichts, sagen die Fans des neuen Elektro-Racings. Nach dem erfolgreichen Formel-E Saisonstart in Hongkong kommen die leisen Racer direkt in die großen Städte wie Buenos Aires, Mexiko Stadt oder Paris. In Deutschland werden wir diese Novität am 10. Juni bewundern dürfen. Mitten drin in Berlin, ganz nah dran und vollgepackt mit Zukunftstechnologie.

1 KOMMENTAR

Kommentar verfassen