CO2 reduzieren und Kosten sparen – mit Elektromobilität!

Umwelt- und kostenbewusst unterwegs sein – dank Elektromobilität längst nicht mehr nur bloße Zukunftsmusik. Das hat sich auch die IT-Unternehmensberatung bridgingIT gedacht und vor mehr als sechs Jahren mit der Elektrifizierung des Fuhrparks begonnen, um Elektromobilität in ihren Firmenalltag zu integrieren. Aktuell sind über 13 Prozent der Firmenflotte E-Fahrzeuge.

Die Firma möchte zeigen, dass Elektromobilität funktioniert! Gerade auch in der Firmenflotte und auch auf der Langstrecke.

Anfang der Firmenflotte mit Smart ED

Angefangen hat alles mit einem ersten Smart ED. Mit dem rein elektrischen Kleinwagen für die Stadt fällt im Mai 2010 der Startschuss für die Elektrifizierung der unternehmenseigenen Firmenflotte in mehreren Etappen. Gerne hätte man frühzeitig weitere elektrische Fahrzeuge in den Fuhrpark aufgenommen, aber der Markt ist zu dieser Zeit noch klein. Die Wende kommt für das Unternehmen 2014 mit den ersten langstreckentauglichen Fahrzeugen der Marke Tesla. Mit diesen Autos ist es möglich, die täglichen Anforderungen der Berater, auch längere Strecken am Stück zurücklegen zu können, umzusetzen. Zusätzlich spielt auch die Tesla-eigene Ladeinfrastruktur (Supercharger) eine große Rolle, die das Reisen über die Langestrecke deutlich vereinfacht. Mittlerweile sind 22 vollelektrische Fahrzeuge für die Kurz-, Mittel- und Langstrecke im Bestand des Fuhrparks, darunter das Tesla Model S, der BMW i3 sowie die Renault ZOE und der Smart ED.

1.000.000 km elektrisch zurückgelegt

Bisher wurden von der Firma mehr als 1.000.000 rein elektrische Kilometer zurückgelegt. Durch teilweise kostenloses Laden und deutlich niedrigere Energiepreise konnten über 40.000 Euro Ersparnis bei den Treibstoffkosten erzielt und 117 Tonnen CO2 eingespart werden.

Probleme lösen

Bis zum Aufbau der Elektro-Flotte waren jedoch einige Probleme zu lösen. Es galt Vorurteile abzubauen, aber auch Kosten und Nutzen gegeneinander abzuwägen.

Probleme werden auf verschiedensten Ebenen gesehen. Zum Einen gibt es die Sorge, dass ein falscher Eindruck bei Kunden entstehen könnte, wenn Mitarbeiter mit einem teuren Oberklassewagen, wie dem Tesla Model S, vorfahren würden.
Jedoch ist dieses Fahrzeug zu diesem Zeitpunkt alternativlos, da es als Einziges, eine für den Außendienst ausreichende Reichweite bereithält.

Zum Anderen werden Bedenken geäußert, es könnte Neid unter den Kollegen geweckt werden, wenn der Eindruck entsteht, dass einzelne Mitarbeiter das Privileg erhalten, ein Elektroauto zu fahren. Auch die Reichweitenangst spielt eine große Rolle für viele Kollegen, da sie noch nie zuvor mit der Elektromobilität zu tun hatten.

Mobilitätskonzept gegen Skepsis

Für die Nutzung der Elektrofahrzeuge wird eine einfache Regelung gefunden: Wer E-Mobilität bei bridgingIT nutzen will, der kann dies auch tun. Wenn ein Mitarbeiter die Genehmigung für einen Dienstwagen hat, kann er auch ein Elektroauto fahren, egal welcher Hierarchie-Ebene er angehört.

Um die Mitarbeiter auf den E-Fuhrpark vorzubereiten, falschen Erwartungen entgegen zu wirken und Ängste zu nehmen, wird eine interne Fahreranalyse durchgeführt. Bei dieser werden die Mobilitätsgewohnheiten, die Infrastruktur zu Hause oder im Büro, aber auch die Nutzungsszenarien jedes Einzelnen geprüft und besprochen. Ziel ist es, das bestmögliche und geeignetste Mobilitätskonzept für den Mitarbeiter zu finden.

In die Fahreranalyse fließt auch der Finanzierungsaspekt für das E-Fahrzeug mit ein, denn die Leasingraten für die Teslas sind höher als für einen vergleichbaren Verbrenner. Um die Kosten fair zu verteilen, werden die Mitarbeiter, wenn nötig, mit einem kleinen Anteil an der Finanzierung der Autos beteiligt. Zirka 250 Euro Zuzahlung nimmt der Fahrer dafür in Kauf sowie eine Anpassung der eigenen Zielvorgaben.

Im Gegenzug werden die Mitarbeiter an Kunden- und Projektgewinnen mit bis zu zehn Prozent der Einnahmen beteiligt – wenn der Erfolg nachweislich dem elektrischen Fahrzeug zugerechnet werden kann.

Keine Mehraufwände für Fuhrparkmanagement

Ein weiteres klares Ziel der Anstrengungen ist, keine zwei Welten mit völlig unterschiedlichen Prozessen oder interne Mehraufwände für das Fuhrparkmanagement zu schaffen. Deshalb werden die E-Fahrzeuge konsequent in die bestehenden Prozesse integriert. Die Ladeinfrastruktur ist gerade am Anfang eine große Herausforderung. Hier wurdeglücklicherweise schnell ein Partner gefunden über den das Unternehmen die Ladeinfrastruktur zu Hause installieren lassen und die komplette Strom-Abrechnung automatisieren konnte.

Die Firma hat auch aus den Flotten-Erfahrungen ein Paket von der Fahrerauswahl bis hin zur Finanzierung inklusive E-Flotten-Konfigurator geschnürt, um den Mitarbeitern den Einstieg in die Elektromobilität möglichst einfach zu machen.

Zusätzlich geben die Mitarbeiter ihr Wissen und die Erfahrung zwischenzeitlich an andere Mitarbeiter weiter und berichten über Elektromobilität im Alltag. Auch wenn Elektromobilität noch nicht in der breiten Masse der Bevölkerung angekommen ist, so wird mit diesen Erfahrungen in jedem Fall eines unter Beweis gestellt: Elektromobilität funktioniert, sowohl im privaten als auch im geschäftlichen Umfeld und ganz besonders auch auf der Langstrecke.

Um jedoch auch weitere Mitarbeiter im Außendienst ansprechen zu können, sind größere Reichweiten auch bei anderen Fahrzeugmodellen notwendig.

Autor: Konrad Fels

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