FEDDZ – Der elektrische Rebell

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FEDDZ - Der elektrische Rebell
Quelle: feddz.com

FEDDZ – Der elektrische Rebell. „The Electric Rebel“ liest man als allererstes, öffnet man die Internetseite von FEDDZ. Daneben das Bild eines – ja Fahrrads, Mountainbikes oder Motocrossmaschine? So genau kann ich das nicht sagen – es ist eben ein FEDDZ. Eine neue Mischung aus E-Bike und E-Moped. Und das hat es damit auf sich:

Es ist ein „FEDDZ“!

Die Gründer Edmund Andreas Patriarcheas und Jürgen Hinderhofer der noch jungen emo-bike GmbH aus dem süddeutschen Mittelbiberach haben vor vier Jahren den Entschluss gefasst, ein neues Elektrokleinkraftrad zu entwickeln. Es sollte weder ein E-Roller, noch ein Moped, noch ein klassisches E-Bike sein. Es wurde als ein FEDDZ, logisch oder? Die Idee, die dahinter steckt, ist eine simple: er sollte auffallen, einfach zu handhaben und nicht tonnenschwer sein. Und: Mit „made in Germany“ sollte ungeniert geworben werden können.

Den Akku zwischen den Beinen

Das Grunddesign scheint tatsächlich das eines Fahrrades zu sein, die Reifen ähneln denen von Mountainbikes. Allerdings tritt der Fahrer beim FEDDZ nicht in die Pedale, sondern stellt sie auf die Fußrasten – wie bei einem Motorrad. Zwischen den Fußrasten ist nicht wie beim normalen Fahrrad der Rahmen und die Kette, sondern hier ist ein Teil des E-Antriebs verbaut. Der herausnehmbare Akku, der laut Herstellerangaben bis zu 60 Kilometer Reichweite ermöglichen soll, liegt dem Fahrer sozusagen zwischen den Beinen. Wer davon besonders lange oder kurze hat, der kann sich den Sattel, wie beim Fahrrad auf die richtige Höhe einstellen. Mit dem Akku wird der Elektromotor angetrieben, der sich in der hintere Radnabe befindet.

Ein Leichtgewicht

Das ganze Gefährt ist laut emo-bike 47 kg schwer – 12 kg davon wiegt der Akku in seiner Box. Wie momentan bei fast allen E-Gefährten ist auch der Akku des FEDDZ eine Lithium-Ionen-Batterien und kann einfach an der Steckdose innerhalb von vier bis fünf Stunden wieder aufgeladen werden. Der Cityflitzer hat eine Leistung von 1,9kW und rekuperiert sogar während der Fahrt.

FEDDZ mit verstellbarem Sitz
Quelle: feddz.com

Leder, Plane oder Hartschale – welche Bag darf’s sein?

Wer in der Stadt oder zur Arbeit unterwegs ist hat natürlich noch mehr dabei als ein Handtäschchen. Wer muss, kann sich in der Cargo Bag noch weitere 23 Kilogramm draufpacken. Da der FEDDZ keinen Gepäckträger hat, wie andere E-Zweiräder, werden die Mitbringsel in einer Tasche über dem Akku verstaut und mit zwei Haltegurten festgezurrt. emo-bike bietet dafür sogar verschiedene Varianten an: Lederausstattung mit Ledersattel und Tasche, eine Cargo Bag aus Planenstoff oder auch die komplett verschließbare Transportbox.

Mit App und Mofaführerschein on Tour

Der FEDDZ wird sowohl in der 25km/h Variante, wie auch mit einer Maximalgeschwindigkeit von 45km/h angeboten werden. Die kleine Variante ist also die Chance für alle 15-Jährigen mit Mofaführerschein sauber auf Tour zu gehen – anstatt auf knatternden und stinkenden Rollern auf der Landstraße entlang zu schleichen. Vielleicht wäre ich damals dann tatsächlich mehr mit meinem Mofa gefahren. Der Spaß kostet übrigens um die 7.800€ (mit 1,9Wh Akku). Und für alle Digital Natives gibt’s natürlich auch noch ein Feature: Via Smartphone-App und Bluetooth Verbindung kann jeder den eigenen FEDDZ überwachen.

Dieser Name…

Noch ein letztes: Woher kommt eigentlich dieser Name? Laut Gründer Edmund Andreas Patriarcheas hat der Namen zwei Ursprünge. Zum einen steht FEDDZ für Fahr Elektrisch Durch Die Zukunft. Die wesentlich schönere Erklärung und vor allem eine zum Schmunzeln finde ich aber diese hier: Die Oberschwaben haben einen sehr eigenen Dialekt. Und in diesem ist ein Feddz ein Lausbub, Schlingel oder Frechdachs. Auf jeden Fall jemand, der es faustdick hinter den Ohren hat.

Faustdick hinter den Ohren

Wie faustdick der FEDDZ es wirklich hinter den Ohren hat, wäre auszutesten. Mit seinen vier über den Lenker anwählbaren Fahrmodi – Eco, Custom, Sport und Wheely kann man aber mit Sicherheit einiges anstellen. Parkplatzprobleme haben sich auch erübrigt. Ach, und mich würde ja sehr interessieren, was hinter dem Wheely Modus steckt. Also, let’s feddz!

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