Fazua wurde schon vor einigen Jahren gegründet, und trotzdem bekommt das Unternehmen, das wir an diesem Startup-Tuesday vorstellen möchten, erst jetzt die Chance, sich so richtig auf dem Markt zu etablieren.

Versucht man Fazua unter den verschiedenen E-Bike Variationen einzuordnen würde man es wohl den Pedelecs zuordnen. Denn mit maximal 250 Watt unterstützt es den Fahrer beim Radeln. Der große Unterschied zur Konkurrenz auf dem Markt ist, Fazua baut keine Fahrräder selbst, sondern unterstützt Fahrradhersteller seit kurzem dabei, einen Elektro-Antrieb in die Fahrradrahmen zu implementieren. So können Hersteller Gewicht, Design und Flexibilität ihrer Produkte erhalten und die Fahrräder trotzdem zu E-Bikes weiterentwickeln.

Weitere Entwicklungsmöglichkeiten für Fazua

Dass wir in Zukunft mehr von Fazua hören werden bestätigte sich Mitte März, als die High-Tech Gründerfonds (HTGF) die erfolgreich abgeschlossene Series B Finanzierungsrunde des Startups mitteilte. So haben neben der HTGF auch Bayern Kapital sowie Privatinvestoren eine Kapitalerhöhung um drei Millionen Euro zugesagt. Damit wird der langersehnte Markteintritt möglich. Alle Förderer der letzten Finanzierungsrunde glauben übrigens weiterhin an Fazua und unterstützen das Startup aktuell erneut.

„Wir freuen uns sehr über diese Investitionsrunde und die Stärkung der FAZUA GmbH. Das Kapital sowie das wertvolle Know-how und das Commitment der Gesellschafter ermöglichen eine starke Positionierung im Markt.“ Marcus Schlüter, Geschäftsführer der FAZUA GmbH gegenüber der HTGF

Primäres Ziel des Unternehmens ist es, die lokale Produktion in München zu implementieren um erste Bestellungen annehmen zu können. Im Zentrum steht dabei die serienmäßige Produktion. Denn die Kunden planen bereits ihre sportlichen oder auch urbanen Rahmenkonzepte und diese sollen bis zum Sommer auch verfügbar sein.

Fazua will aber noch mehr! Das Startup möchte sich laut HTGF einen Namen in innovativen Service-, Logistik- und Wartungskonzepten machen und so digitalisierte Wertschöpfungskette in der Bike-Industrie revolutionieren.

Und wie sieht der Markt aus?

enorm. Der Markt wächst und wächst und E-Bikes werden bei Kunden aller Zielgruppen immer beliebter. Gerade deshalb setzen sich einige Anbieter durch, andere müssen aufgeben. Für Sharing Anbieter ist es nicht einfach, sich auf dem Markt durchzusetzen, am Positivbeispiel von Norwegen zeigt sich aber dass es sich durchaus lohnt E-Bikes auch in Deutschland zu fördern.

Laut Zweirad-Industrie-Verband steig die Anzahl der E-Bike Verkäufe im Jahr 2016 um 13% an. Womit der Marktanteil von E-Bikes am Gesamtfahrradmarkt auf 15% steigt. Das zeigt sich auch auf den deutschen Straßen, denn dort sollen Schätzungen zufolge um die 3 Millionen E-Bikes durch die Städte düsen.

Aber die Finanzierung ist auf genau diesem Markt auch keine Absicherung. So hatte Freygeist erst vor wenigen Monaten, kurz nach einer Finanz-Spritze von 1,5 Millionen Euro, Insolvenz angemeldet. Interessante Player auf dem E-Bike Markt sind derzeit übrigens auch GeoOrbital aus den USA oder Relo aus Nürnberg.

Bild: https://www.facebook.com/fazua.evation

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