Sie galten als einer der größten Tesla Konkurrenten; das Startup Faraday Future wollte mit seinem FF91 dem Branchenriesen Tesla den Rang ablaufen und eine ganz Zeit lang, sah es so aus, als könnte der Supersportler die Konkurrenz aufmischen. Jetzt kommt die ernüchternde Meldung, dass das Elektroauto-Startup sein geplantes Werk in Nevada streichen muss und mit dem Rücken zur Wand steht.

Finanzielle Probleme bei Faraday Future

Laut Medienberichten arbeitet man momentan an einem Plan B, der nicht auf das Werk in Nevada baut. Der rund 1 Milliarde Dollar teure Komplex scheint momentan nicht finanzierbar, obwohl die Mega-Fabrik als Grundpfeiler des Startups galt.  Dort wollte man den FF91 bauen und damit dem Innovationsführer Tesla den Rang ablaufen.

Neben den Sparmaßnahmen an der Fabrik erwartet auch die Firmenzentrale in Los Angeles starke Kürzungen. „Wir befinden uns aktuell in einer heiklen Situation“ erklärte ein Mitglied der Führungsebene gegenüber dem Business Insider.

Zusammenhang mit Jia Yueting

Der chinesische Investor Jia Yueting ist einer der größten Sponsoren des Startups, leider fror ein chinesisches Gericht kürzlich sein Vermögen ein. Die Geldsorgen des Start-Investors könnten sich logischerweise auch auf das Startup auswirken, obwohl dies bereits von Faraday Future dementiert wurde.

Was bietet der FF91?

In einem Interview behauptete Jia Yueting, dass der FF91 „unter 2 Millionen chinesische Yuan” kosten soll. Das entspräche knapp 275.000€. Ein Auto für den Mainstream ist der FF91 also nicht. Bereits 64.00 Vorbestellungen (Anzahlung 5.000 Dollar) will das Unternehmen bisher erhalten haben. Auf der CES-Messe hatte man anscheinend einen bleibenden Eindruck hinterlassen. Der Supersportler soll Interessenten mit einer Maximalleistung von 783 kW (1050 PS) erfreuen und in 2,4 Sekunden auf 100 km/h beschleunigen. Die Reichweite des Elektroautos von Faraday Future wird mit 700 Kilometern angegeben.

Informationssysteme und Sensoren

Die Technik des Faraday Future 91 soll den gesamten Markt revolutionieren. Man will ein einfahrbares 3D-LiDAR System einbauen, welches mithilfe von Laserstrahlen Abstände erkennt und vermisst. Dadurch sollen die Sicherheitssysteme besonders schnell auf drohende Gefahren reagieren. Autonome Funktionen würden durch dieses System ebenfalls möglich. In der B Säule sind Kameras integriert, die die Passagiere erkennen und sich auf den Insassen einstellen. Die Willkommenssequenz ist individualisiert und der Sitz fährt automatisch in Position, das Auto kommuniziert über die Informationssystem mit den Insassen. Die Gesichtserkennung passt Beleuchtung, Temperatur und Duft des Autos an die Laune der Insassen an.

Fazit Faraday Future

Ein spannendes Startup, welches hoffentlich von einem anderen Investor gerettet wird. Vielleicht etwas für Elon Musk? Denn die Technologien die geplant waren, könnten wegweisende Weichen der Zukunft in der eMobilität und beim Thema „autonomes Fahren“ stellen.  Der schnelle Verbrauch von Investments ist in diesem Bereich der Automobilbranche nichts Neues. Hoffen wir, dass die Investments bis zum Produktionsstart 2019 reichen und das Startup „den Sprung von der Schippe“ schafft.

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