ello – der Rollator mit E-Antrieb

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ello - der Rollator mit E-Antrieb
Quelle: eMovements GmbH

ello – der Rollator mit E-Antrieb. Beim Thema Elektromobilität denken die meisten heute an Autos und Motorräder, die mit E-Motor statt Verbrennermotor angetrieben leise durch die Straßen summen. Das Feld der e-betriebenen Fortbewegungsmittel kann aber noch viel weitere Kreise ziehen. Das Stuttgarter Start-up eMovements hat sich mit seinem ello auf das Gebiet der elektrischen Gehhilfe vorgewagt. Und kann damit unmittelbar Teil des Alltags der älteren Generation werden.

ello – kein normaler Rollator

Er sieht aus wie ein ganz normaler Rollator – ist er aber nicht. Denn der in den Hinterrädern verbaute elektrische Radnabenantrieb soll dafür sorgen, dass das Schieben, das Bergauf-Fahren oder auch Bordsteinkanten keine allzu großen Hindernisse mehr darstellen. Das Gefährt an sich ist ein herkömmlicher Rollator, den eMovements einfach ein bisschen umgebaut hat. Über die Griffe kann der Antrieb gesteuert werden. Diese Grifftechnologie haben sich die drei Gründer aus Stuttgart – Max, Ben und Matthias – auch patentieren lassen. Da das „Grundgerüst“ stand, konnte eMovements innerhalb von zwei Jahren die komplette Elektronik ausarbeiten und optimieren. Unterstützt wurden sie durch die Universität Stuttgart, aber auch das Robert-Bosch-Krankenhaus zählt mittlerweile zu ihren Partnern.

Was kann der ello?

Der ello unterstützt die älteren „Fahrer“ nicht nur beim beim Überwinden von Bordsteinkanten oder beim Transport ihrer Einkäufe. Auch das Bergab-Fahren wird einfacher. Die automatische Bremse drosselt die Geschwindigkeit, wenn sie erkennt, dass der Rollator zu schnell wird. So soll das Wegrollen vermieden und Stürzen vorgebeugt werden. Die großen Symbole auf den Griffen machen die Bedienung laut eMovements einfach und intuitiv – ganz nach der Vorgabe, für mehr Sicherheit und Komfort sorgen zu wollen.

Der ello unterstützt durch den elektrischen Radnabenmotor in den Hinterrädern beim Gehen
Quelle: eMovements GmbH

Integriert: Licht, Hupe, GPS

Mit Licht und Hupe können die Besitzer auch in der Dämmerung unterwegs sein und sich bei Bedarf bemerkbar machen. Und – an was auch gedacht wurde – es gibt eine SOS-Taste am Handknauf, die gedrückt den integrierten Notruf absetzt. Außerdem können private Kontakte hinterlegt werden, die im Notfall per SMS verständigt werden. Sogar der Standort kann übermittelt werden. Vergisst man seinen Rollator also aus Versehen mal, kann er ganz einfach geortet werden – was auch gleichzeitig als Diebstahlsicherung dient.

Drei Stunden Fahren – sechs Stunden laden

Drei Stunden am Stück könnten die Nutzer mit dem ello um die Häuser ziehen, so lange hält der Akku bei ständigem Fahrbetrieb. Ist er auf Standby, hält er laut Hersteller bis zu zwei Tage. Dann muss er allerdings ganze sechs Stunden an die Steckdose zum Wiederaufladen. Da das über einen herkömmlichen Stromanschluss geschieht, kann man den ello auch zuhause über Nacht laden lassen. Mit 14 kg ist der E-Rollator nicht gerade ein Leichtgewicht. Aber: Man soll ihn ja auch nicht die Stufen hochtragen, sondern sich vom E-Motor helfen lassen.

Die Entwickler

Die drei Gründer der eMovements GmbH sind ein recht breit aufgestelltes Team. Max Keßler hat während seines Mechatronik-Studiums an der Uni Stuttgart bereits den ersten Prototypen des ellos gebaut. Matthias Geertsema studierte Maschinenbau mit Schwerpunkt Produktentwicklung ebenfalls an der Uni Stuttgart und kennt sich mit Bedienkonzepten und ergonomischer Produktgestaltung aus. Der dritte im Bunde, Benjamin Rudolph, kümmert sich als Wirtschaftsinformatiker u.a. um den Kundenkontakt, die Finanzen und das Marketing von eMovements.

Krankenkassen außen vor

Mittlerweile gibt es den ello in Sanitätshäusern über ganz Deutschland, Österreich und sogar der Schweiz verteilt zu kaufen. Ab 2490€ ist er erhältlich – der Haken: die Krankenkassen übernehmen eigentlich keinen Anteil an diesen Kosten. Aber dennoch – das Vorhaben, auf diesem Weg auch die ältere Generation mit der Elektromobilität in Kontakt zu bringen, ist ein sehr innovatives und weitsichtiges Projekt!

 

1 KOMMENTAR

  1. Als ältere Dame finde ich die Beschreibung sehr gut und interessant.
    Ich kenne TESLA seit mindestebs 30 Jahren – als „Energieliefernat“ !

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