Das schweizerische Unternehmen Micro Mobility System AG bereitet eine „micro“ Überraschung für ihre Kunden vor. Das neue modernisierte E-Auto Microlino wird ab 24. Januar als Elektro-Isetta dem Markt präsentiert.

Wir hatten ja bereits im letzten Jahr über die Innovatoren aus Zürich berichtet. Die Familie Ouboter gehört für uns zu den dynamischsten ‚Machern‚ in der europäischen Mobility Szene.

Microlino im Elektro-Isetta Design

Dieses umwelfreundliche Elektroauto ähnelt dem bereits bekannten BMW Isetta. Der Unterschied zwischen der beiden ist der Produktionzeitraum und die Bauweise selbst: Microlino ist ein sogenanntes „Elektronatur“- Auto. Der BMW Isetta war im Nachkriegsdeutschland ein Kultfahrzeug, allerdings eben ohne Elektroantrieb.

Die Isetta war als „bubble car“ bekannt. Das gilt auch für seinen moderne Nachfolger Microlino. Der Microlino hat zwar nur zwei Sitzplätze, ist allerdings trotzdem sehr bequem. Sein Leergewicht beträgt nur 450 Kilogramm. Er ist klein und praktisch. Deswegen dürften Fahrer immer einen Parkplatz finden.

Für viele Experten sind das Gründe, weshalb dieses Auto das Potential hat, Stadtauto der Zukunft zu werden.

„Elektro-Isetta“

Es gibt zwei Arten von Batterien. Die erste Batterie, 8 kWh Lithium-Ionen, ermöglicht eine Reichweite von bis zu 120 km. Auf der anderen Seite ermöglicht die 14,4 kWh Lithium-Ionen Batterie eine Reichweite von bis 215 km. Der Elektromotor schafft eine Maximalgeschwindigkeit von 90km/h. Der Microlino kann an jeder Haushaltssteckdose aufgeladen werden. Die Ladezeit beträgt maximal 6 Stunden und diese hängt vom Ladertyp ab. Beispielsweise beträgt die Ladezeit bei einer Typ 2 Ladestation eine Stunde.

Im Zulassungsregister wird der Microlino in der Klasse L7e für Leichtfahrzeuge eingeordnet. In dieser Klasse ist auch der Renault Twizy. Beide sind vom Typ „motorized quadricycle“. Leider werden diese Fahrzeuge mit der Elektroprämie der Bundesregierung nicht gefördert. Dennoch ist der Preis überschaubar, er wird unter 15.000€ liegen.

Car – not Car

Der Firmengründer Wim Ouboter schrieb in Versalien auf der Automesse 2016 in Genf  – „Das ist kein Auto“. Die Tatsache ist, dass das Haupgeschäft des schweizerischen Unternehmens Micro Mobility System AG bislang Tretroller und Skateboards mit Kickboards für Kinder, Erwachsene und Jugendliche war, macht uns neugierig.

Am gestrigen 24. Januar fand in Zürich im Restaurant und Veranstaltungstempel Kaufleuten die Präsentation der Microlino Straßenversion statt. Unser Mitherausgeber Michael hatte sich ja auf der letztjährigen IAA in Frankfurt schon in der Vorversion ablichten lassen. Nicht nur der Andrang auf diesen Event im Kaufleuten macht deutlich: die Nachfrage nach dem kleinen Flitzer wird groß sein. Mehr als 4.000 Bestellungen liegen bereits vor.

 

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