Nach einem schneereichen Start um 4 Uhr morgens in Bayern landen wir bei 12 Grad Celsius in Palma. Nicht gerade sommerlich, aber immerhin besser als Schneeregen. Die diversen Mietwagenschalter am Flughafen brummen – und was auffällt ist, dass im Sichtfeld von Hertz, Sixt und Co. nicht mehr nur die dicken Verbrenner und SUV Fahrzeuge stehen. Mein erster Blick zeigt jeweils 1-2 Elektrofahrzeuge, hier ausschließlich BMWi3.

Ich hatte mich für eben diesen BMWi3 entschieden und bin sehr gespannt, ob ich den Elektrowagen überhaupt bekomme. Denn, wir sind an diesem langen Maiwochenende sichtlich nicht die einzigen Sonnensucher der Baleareninsel. Und die Mietwagenanbieter lassen sich immer ein kleines Hintertürchen offen.

Erfahrung bei der Vermietung von Elektroautos ist kaum vorhanden

Die freundliche junge Dame am Schalter zeigt sich leider recht unerfahren im Umgang mit dem Elektroauto. Nun, wie soll sie auch, denn wir ich auf Nachfrage erfrage, bin ich an diesem Morgen einer von drei BMW i3 Mietern. Sie erklärt mir dann, dass der BMW über einen Range Extender verfüge, aber eine Ladekarte habe sie noch nicht gesehen.

Immerhin, es gibt einen Elektro-affinen Sixt-Kollegen am Schalter. Er erklärt mir auf Nachfrage, dass es in den großen Einkaufszentren tatsächlich Ladestationen gäbe und man dort mit Kreditkarte zahlen könne.

Eine Endesa Karte hingegen sei bei Sixt nicht mehr im Programm. Endesa betreut die sechs Schnellladestationen auf Mallorca. Doch deren Zugang ist nur mit einer hauseigenen Karte möglich, so der Sixt Kollege. Und man habe zwar letztes Jahr im Sommer dafür Karten erhalten, doch die seien für den Nissan Leaf gewesen. Dieses Elektroauto gab es bei Sixt im Angebot und weil der keinen Range Extender wie der BMWi3 habe, seien die Ladekarten den Nissans zugeordnet worden. Heißt für mich im Umkehrschluss, dass die BMWi3 keine Ladekarten erhielten und dass man eher davon ausging, dass die Kunden den Extension-Tank mit Benzin betanken sollten, um über die Insel zu kommen.

Der BMWi3 passt zu der Baleareninsel

Eine Viertelstunde später fahren wir tatsächlich mit unserem vollgeladenen BMWi3 auf der Landstraße gen Osten der Insel. Das malerische  Städtchen Arta ist unser erstes Ziel. Der Innenraum des Stromers gefällt mir nach wie vor, geräumig hatte ich das bei meinem ersten Test im Januar bei eisigen Temperaturen in Bayern schon genannt.

Die Grundausstattung des Wagens ist eher schlicht, kleines Display, ohne Schiebe- oder Glasdach. Aber was soll’s: der so typische starke Durchzug lässt uns all die kleinen Kreisverkehre sicher umrunden. Das ist um diese Jahreszeit durchaus wichtig, denn bei der großen Anzahl an Rennrad Gruppen, die sich im Frühling durch Mallorca quälen, ist ein schnelles Fortkommen im Auto Pflicht.

Wer mietet denn hier auf Mallorca typischerweise einen Elektrowagen? Der Regelkunde ist ein Tester, so sagt mir die Sixt Kollegin noch am Schalter. Urlauber, die den Wagen für einen oder zwei Tage testen wollen. Touristen aus Deutschland, den Niederlanden oder Skandinavien, die hier Elektromobilität einmal persönlich erleben möchten. Nun, eine Einweisung in den Wagen habe ich von dem Vermieter nicht erhalten. Das werde ich auf dem mitgereichten Feedback Bogen anmerken, denn aus meiner Sicht ist eine gute Einweisung bei einem Elektroauto der halbe Spaß.

Auf geht’s – das lange Wochenende liegt vor uns. Und wie sangen die Mitreisenden im Flieger: ‚es geht nur einmal im Jahr nach Malle‘.

Weitere Fotos zu meiner Erfahrung mit dem BMW i3 auf Mallorca findet ihr hier.

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