Mit dem Elektroauto weite Reisen zu unternehmen halten viele noch für schlicht unmöglich. Tatsache ist, dass es derzeit noch einiger Planung bedarf. Es gibt jedoch Regionen, welche durch eine gute Infrastruktur für Elektrofahrzeuge weitere Touristen anlocken möchten. Immerhin ist dies derzeit mit großer Wahrscheinlichkeit zahlungskräftige Kundschaft. In diesem Artikel habe ich bereits das Startup eCharge vorgestellt, welches die Hotels dieser Welt mit Ladestationen ausrüsten möchte. Nun soll es um regionale Konzepte am Urlaubsort gehen.

eE-Tour Allgäu

Das Allgäu ist bekannt als Urlaubsort oder für die Naherholung am Wochenende. Ländliche Gebiete und viel Natur geben Raum zum Entspannen. Allerdings ist das private Auto hier quasi unerlässlich um dauernd mobil zu sein – erst recht wenn man fremd ist.

Im Rahmen des Projektes eE-Tour Allgäu wurde in Kooperation mit verschiedenen Unternehmen und drei Hochschulen ein Konzept zur optimalen Nutzung von Elektrofahrzeugen im Allgäu erforscht. Dafür wurden an Kurverwaltungen, Carsharing-Unternehmen und einigen Hotels 35 Elektrofahrzeuge zur Verfügung gestellt. Zusätzlich wurden 17 Ladesäulen errichtet. Die Nutzung der Fahrzeuge stand Einheimischen und Touristen frei. Zusätzlich wurde eine Befragung zum Nutzungsverhalten und Öffentlichkeitsarbeit durchgeführt. Die Auswertungen der Fahrten und Befragungen führten zu einem Navigationskonzept, welches besonders ökologische Routen auswählen kann.

Zusätzlich dazu sollen Intermodalitätskonzepte für das Allgäu entwickelt werden. Der Tourist soll in Zukunft weniger vom eigenen Auto abhängig sein. Das Ziel ist, dass er mit den öffentlichen Verkehrsmitteln anreisen kann und vor Ort ein funktionierendes und flächendeckendes Netz aus unterschiedlichsten Verkehrsangeboten zur Verfügung hat. Wie so etwas aussehen kann macht Offenburg vor.

Dies ist eine sehr verkürzte Darstellung. Wer mehr darüber erfahren möchte klickt sich am besten hier durch.

E-Carsharing im Hochschwarzwald

Etwas pragmatischer machte man sich an die Etablierung eines E-Carsharing im Hochschwarzwald. Unter der Federführung einer Tourismus-Agentur vereinten sich mehrere Hotels und stellen den eigenen Gästen seit etwa drei Jahren mehrere BMW i3 zur Verfügung. Die ersten drei Stunden sind für Inhaber der Hochschwarzwald-Card gratis, danach fallen 6,90€/St an. Diese Karte bringt noch weitere Vorteile und Vergünstigungen in der Region und soll so den Tourismus ankurbeln.

Man braucht also theoretisch auch hier kein eigenes Auto. Besondere Herausforderungen stellte die sehr bergige Region an die Planung. Die Fahrzeuge brauchen deutlich mehr Energie als in flachen Gebieten. Somit mussten die Standorte der Ladesäulen mit bedacht gewählt werden. Probleme mit der Reichweite gibt es nach Auskunft der Veranstalter dennoch sehr selten.

 

 

Bild: Allgäuer Überlandwerk GmbH

2 KOMMENTARE

  1. Mein Hotel Alpenhof in Filzmoos ist darauf eingerichtet. Allerdings muss ich noch zwei Jahre mit meinem derzeitigen Auto fahren, denn die Leasing läuft halt noch solange.

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