Die Spatzen pfiffen es schon länger von den Dächern. Doch jetzt ist es öffentlich. Aus seiner ursprünglich angekündigten Auszeit wurde sein Rücktritt. Der Mitgründer Travis Kalanick ist nach einem Bericht der NY Times nicht mehr UBER CEO – inzwischen wurde der Bericht von Kalanick selbst und UBER bestätigt.

Die Macht der UBER-Investoren

Fünf große UBER-Investoren hatten laut NY Times einen Brief an den charismatischen und umstrittenen CEO geschrieben. Sie verlangten seinen sofortigen Abgang, denn UBER drohte im weltweiten Wettbewerb zurückzufallen. Ein Wechsel in der Unternehmensleitung sei dringend notwendig.

Und so wurde es nichts mit der längeren Pause von Kalanick, denn diese war in der letzten Woche ursprünglich angekündigt worden. In einer eMail an die UBER Mitarbeiter und UBER-Investoren hatte der Mitgründer von UBER seine Auszeit erklärt und versprochen, sich nach seiner Rückkehr als ein verbesserter Chef zu präsentieren.

In unserer UBER Serie hatten wir bereits über die Probleme von Kalanick berichtet. Als einer der einflussreichsten Tech-Gründer der Welt wurde er lange gefeiert. Doch sein Führungsstil und die durchaus robuste Unternehmenskultur bei UBER hatten ihn immer stärker unter Druck geraten lassen. Beschwerden von Mitarbeiterinnen wegen sexueller Belästigung bei UBER wurden zu zögerlich angegangen. Probleme mit den Fahrern, geheime Aufzeichnungen über Wettbewerber und und und – es war dann letztlich doch zu viel.

Verbesserungsvorschläge dank Aufräumer Eric Holder

Der Einsatz des ehemaligen Justizministers Eric Holder als Aufräumer brachte weitere Details und vor allem Verbesserungsvorschläge für den internen und externen Umgang bei und mit UBER auf den Tisch. Einen wichtigen Faktor spielte dabei der Rechtsstreit mit der Alphabet Tochter Waymo, hier waren kürzlich eine ganze Reihe an Mitarbeitern in der Sparte für autonomes Fahren bei UBER entlassen worden.

Nun haben die großen UBER-Investoren anscheinend auch mit Kalanick gebrochen. Man traute ihm sichtlich eine solche Führungsrolle auch nach einer Auszeit nicht mehr zu.

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