Die neue Generation E – abgespaced oder zukunftsorientiert?

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Die neue Generation E - abgespaced oder zukunftsorientiert?
Quelle: Volkswagen AG

Die neue Generation E – abgespaced oder zukunftsorientiert? Ein kleiner Kommentar. Mein erster Gedanke beim ersten schnellen Blick auf den VW I.D. Crozz, der auf der Auto Shanghai 2017 Ende April vorgestellt wurde: Könnte auch ein neue E-Variante des Mercedes GLC Coupé sein – wenn das VW Zeichen nicht drauf wäre. Die Skoda Vision E sieht er auch recht ähnlich, auch wenn der Skoda etwas kantiger ist, in der Tat. Mein nächster Gedanke: Könnte da ein Designer mit der gleichen Idee einmal quer durch alle deutschen Konzerne gewandert sein? Und könnte er mal in der normalen und mal in der E-Abteilung gelandet sein? Denn auch der X4 und der X6 von BMW haben irgendwo die gleiche Form.

Die Skoda Vision E und der I.D Crozz sehen sich unbestreitbar ähnlich
Quelle: Skoda

Futuristisches Design scheint ein Muss

Aber zurück zu den E-Fahrzeugen. Futuristisch kommen sie alle daher. Mit Lichtspielereien die ihresgleichen sucht und einem äußeren Design, dass auch den StarTrek-Produzenten hätte einfallen können. Die neue Generation der E-Autos soll auffallen – um jeden Preis scheint es. In den Pressemitteilungen wird beispielsweise das futuristische Design der Vision E angepriesen, bei Mercedes spricht man bei der Generation EQ gar von einer neuen Elektro-Ästhetik. Untrennbar verbunden scheint mit den E-Autos auch das autonome Fahren und die Gestensteuerung. Ein konkretes Beispiel des I.D. Crozz ist die Lichtjalousie, die im Panoramadach verbaut ist und per Geste gesteuert werden kann, sowie der I.D. Pilot, mit dem das Auto völlig autonom fahren können soll.

Die Generation EQ von Mercedes Benz
Quelle: Mercedes-Benz

Generation E: Abgespaced oder zukunftsorientiert?

In der Tat weisen die neu vorgestellten Studien in die Zukunft und zeigen, was möglich ist und sein kann. Dennoch: Ich glaube, dass die Akzeptanz in Deutschland doch noch nicht so hoch ist, was elektrifizierte Fahrzeuge angeht. Deshalb wäre es mit Sicherheit kein Fehler, ‚normaler‘ aussehende Modelle zu entwickeln. An den i3 von BMW hat man sich auf den Straßen zwar mittlerweile gewöhnt. Dennoch sagen wohl viele – vor allem weiblichen Betrachter – dass sie dieses Modell wirklich nicht schön finden, wie Michael Brecht nach seinen vielen Testfahrten im letzten Winter erzählen kann.

Diejenigen, die sich bewusst ein E-Auto kaufen, wollen vermutlich auffallen damit, aber für alle anderen sind die neuen Versionen von Mercedes, VW und Co. möglicherweise doch zu abgehoben. Neben e-Golf und e-Smart fehlt in Deutschland eben noch so etwas wie der Renault Zoe.

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