Die Formel E kommt nach Berlin

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Die Formel E kommt nach Berlin
Quelle: e-Formel.de

Die Formel E kommt nach Berlin. Am Wochenende 10 und 11. Juni ist es soweit und die Motorsportrennklasse für Elektroautos, Formel E macht Station in Deutschland. Bereits im dritten Jahr in Folge werden Rennen in Berlin ausgetragen. Die Verantwortlichen in der Hauptstadt sind mächtig stolz darauf, dass in Berlin wieder Autorennen ausgetragen werden.

Die Formel E kommt nach Berlin
Quelle: e-Formel.de

Es sind die ersten in der Hauptstadt seit der Schließung der legendären AVUS-Rennstrecke im Jahr 1998. 2015 war das Premierenrennen der Formel E in Berlin. Die Rennstrecke wurde auf das Gelände des alten Flughafens in Tempelhof gebaut. Im letzten Jahr zog man dann, wie es für Formel E Rennen üblich ist, in die Innenstadt und baute den Kurs in die Nähe des Alexanderplatzes und befuhr die Karl-Marx-Allee. Für die kommenden Rennen zieht man jetzt wieder zurück nach Tempelhof. Darüber sind nicht alle zu 100 Prozent glücklich.

Berliner Rennstrecke

Einer der zentralen Unterschiede zur Formel 1, die als großer Bruder der Formel E gesehen werden kann, liegt darin, dass die Kurse direkt in die Innenstädte gelegt werden sollen. Dadurch, dass Rennautos mit Elektroantrieb kein Soundgeräusch von sich geben, bzw. das charakteristische Röhren der Motoren wie in der Formel 1 hier nicht vorhanden ist, stört es niemanden wenn der Kurs direkt in der Innenstadt liegt. Ziel der Verantwortlichen ist es auch, bewusst mit den Rennstrecken in die Innenstädte zu gehen, um dort sehr präsent Werbung für E-Mobilität zu machen. Beispielsweise kommt es Mitte Juli zu einer Premiere, die man in der Formel 1 bisher nie verwirklichen konnte. Die Formel E wird ein Rennen in der Metropole New York austragen. Der Innenstadtkurs mit der Skyline von Manhatten im Hintergrund verspricht tolle Bilder. Daher haben viele auch enttäuscht reagiert, als bekannt wurde, dass man in Berlin nicht wie im letzten Jahr in der Innenstadt fährt, sondern zurück nach Tempelhof zieht. Allerdings erwartet die Fahrer ein komplett neuer Kurs. Die Strecke ist 2,25 km lang und verfügt nur noch über 10 statt 17 Kurven wie bei der Premiere 2015. Davon erhofft man sich größere Abschnitte mit Höchstgeschwindigkeiten und spannendere Überholmanöver.

Formel E verspricht mehr Spannung als in der Formel 1

Der Modus im Qualifying, welcher beinhaltet, dass die Fahrer in verschiedene Startgruppen gelost werden, ist nicht unumstritten. Oft fühlen sich die Fahrer, die in die erste Startgruppe gelost werden, benachteiligt. Das hängt damit zusammen, dass diejenigen, die als erste auf die Strecke müssen, noch nicht so viel Grip auf der Piste haben. Somit ist es schwer oder auch nur mit einer Traumrunde möglich, sich für die zweite Runde, die Superpole zu qualifizieren. Allerdings  wirkt sich ein schlechterer Startplatz auch nicht so schlimm aus wie in der Formel 1. In der Formel E ist es noch viel mehr möglich, von hinteren Plätzen nach vorne zu kommen. Es gibt viel größere Überholmanöver. Und nicht zuletzt spielt auch der Fahrzeugwechsel, der auf Grund der Batterieleistung noch erforderlich ist,  hier eine große Rolle, da man durch ihn viele Positionen gut machen bzw. verlieren kann. Von den bisher 27 ausgetragenen Rennen der Formel E endeten nur sieben mit einem Gewinner, der von der Poleposition aus gestartet war. Dies verspricht deutlich mehr Rennspannung als in der Formel 1. Wer die Rennen am zweiten Juniwochenende in Berlin nicht live vor Ort sehen kann, muss aber auch nicht darauf verzichten. Dass die Formel E sich immer mehr der Beliebtheit erfreut, zeigt auch das Fernsehinteresse. Einerseits kann man alle Rennen der Rennserie im Eurosport Player, dem Streaming on Demand Angebot des Sportsenders verfolgen. Zusätzlich werden die Rennen in Berlin im Privatsender DMax gezeigt. Dieser sendet an beiden Renntagen ab 15:45 Uhr live. Die Formel E ist also weiter auf dem Vormarsch und bietet einen guten Kontrast zu den anderen benzinlastigen Rennserien wie der Formel 1. Wer noch mehr erfahren möchte, sollte morgen noch einmal reinschauen. Da folgt die Fortsetzung mit noch mehr Details zu den Formel E Rennen in Berlin.

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