Im Rahmen unserer Serie der Städte und Regionen mit guten Konzepten zur Einführung von E-Mobilität, stellen wir heute die Stadt Offenburg vor. Um dem Klimawandel entgegenzuwirken ist geplant, die Art der Mobilität zu verändern. Im Jahr 2011 wurden dafür Maßnahmenkonzepte beschlossen, wobei die E-Mobilität einen großen Stellenwert einnimmt.

E-Mobilität als wichtiger Bestandteil von Intermodalität

Die Stadt Offenburg setzt auf Intermodalität. Der Verbund „EinfachMobil in Offenburg“ vereint unterschiedliche Angebote in sogenannten Mobilitätsstationen. Diese ermöglichen das Sharing von konventionellen Fahrzeugen und Fahrrädern, sowie das Sharing von E-Bikes, Pedelecs und Lastenrädern. Der Fokus liegt auf einem möglichst einfachen Angebot der Fortbewegung, weshalb die Integration bereits existierender Angebote anderer Anbieter eine hohe Bedeutung hat. Die räumliche Nähe zu Haltestellen des ÖPNV ist ein Kriterium um dem Kunden den Zugriff auf alle Mobilitätsformen zu gewährleisten. Im Jahr 2014 wurden die ersten Mobilitätsstationen an Standorten mit einer hohen Bedeutung für den Verkehr in Wohn- und Gewerbegebieten eingerichtet. Für die Nutzung ist dabei nur eine einzige Karte notwendig. Eine Zwischenbilanz zeigt den spürbaren Erfolg, denn im Einzugsbereich der Stationen nutzen die Menschen den eigenen PKW deutlich weniger.

Kostenloser Strom soll den Umstieg erleichtern

E-Fahrzeuge werden von der Stadtverwaltung auch als Dienstfahrzeuge eingesetzt. Diese greift zudem vorbildhaft auf das E-Carsharing zurück. Kostenlosen Strom können die Bürger an öffentlichen Ladesäulen für E-Fahrzeuge und Pedelecs beziehen. Während des Ladens ist auch das Parken kostenlos. Ladestationen für E-Bikes werden durch Solarpaneele mit Strom versorgt. Bei schlechtem Wetter wird der Strom aus anderen erneuerbaren Quellen bezogen. Die Akkus können in Schließfächern mit einem Netzanschluss geladen werden, welche zudem Platz für einen Helm bieten. Tourenräder und Pedelecs können ausgeliehen werden, was auch gut angenommen wird. Im ÖPNV reduzieren Hybrid-Gelenkbusse die Emissionen um ca. 20%. Eine Veränderung der Fahrpläne in den letzten Jahren führte zusätzlich zu einer Verdopplung der Fahrgastzahlen.

Ein Flottenversuch testet internationales Laden

Offenburg ist mit drei Ladesäulen an einem grenzübergreifenden Flottenversuch mit insgesamt 25 Ladesäulen beteiligt. Das deutsche Baden und das französische Elsass möchten die Herausforderungen des Ladens zwischen Deutschland und Frankreich testen. Die Pendler sind dabei eine bedeutende Zielgruppe. Daher gilt es mögliche Hürden, wie Probleme bei der Abrechnung oder dem Zugang zur Ladesäule, zu erkennen und zu beseitigen. Die Ladesäulen sind für alle Nutzer zugänglich.

Laute Gedanken…

Ich persönlich empfinde die großflächige Verfügbarkeit von (E-)Mobilität in der Kombination der Stationen als ein sehr gutes Konzept. Nicht jeder kann oder möchte sich einen eigenen PKW leisten. So bleibt man dennoch sehr flexibel mobil in Abhängigkeit von der Stationsdichte. Auf jeden Fall hat man immer die Auswahl aus mehreren Mobilitätsarten und kann sich das temporär passende Fahrzeug ohne große Komplikationen mit einer Karte auswählen.

1 KOMMENTAR

  1. Die Fahrschule V3. mit ihrem Elektroauto Tesla Model S und für die Ausbildung zum Rollerführerschein mit dem elektrischen NIU Scooter nicht zu vergessen 😉
    So geht innovative und vor allem umweltschonende Fahrausbildung heute!

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