Drei Megatrends für Audi – präsentiert von Prof. Stadler

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Quelle: Audi A7 piloted driving concept

In einem Vortrag auf der hochklassig besetzten Transformamus Veranstaltung in Zürich präsentierte Professor Rupert Stadler, Vorstandsvorsitzender der Audi AG, jüngst die drei Megatrends für das Unternehmen aus Ingolstadt. Für den Fahrzeughersteller heißen die drei Megatrends Urbanisierung, Nachhaltigkeit und Digitalisierung. Hier eine  kurze Zusammenfassung:

75% der Städte von 2050 sind noch nicht gebaut

Das Thema Urbanisierung beschäftigt ja viele Hersteller von Mobilitätsprodukten und -Services seit einigen Jahren. Interessant war die Aussage von Prof. Stadler, dass 3/4 (also Drei Viertel !) der Teile der Städte, die im Jahr 2050 existieren werden, heute noch nicht gebaut sind. Das ist ein massiver Aufwand, der dort in den kommenden 30-35 Jahren betrieben werden muss, um die Menschen in den Ballungszentren beherbergen zu können.

Aus Sicht der Mobilität heißt das aber auch, dass beispielsweise Parkhäuser gebaut werden müssen, in denen die Autos von allein parken, sogenanntes pilotiertes Parken. Das spart Zeit und ist wesentlich effizienter in der Auslastung der Parkhäuser. Die Rolle des öffentlichen Nahverkehrs aber auch die Frage der Sharing Modelle sind weitere spannende Herausforderungen dieser Urbanisierung.

Das Thema Nachhaltigkeit ist der Schlüssel für die Rolle von Audi in der Zukunft

Die Transformation vom Verbrennungsmotor zum Plugin Hybrid oder gar zum reinen Elektromotor ist das Thema der Stunde. Hierbei gelte es die Kosten pro Kilowattstunde zu senken, und sich auf die Reichweiten-Themen zu konzentrieren. Audi hat ja inzwischen angekündigt, ab 2018 jedes Jahr ein neues Elektroauto auf die Straße bringen zu wollen.

Megatrend Digitalisierung

Das Thema Digitalisierung ist natürlich auch für die Audi AG ein Kernthema. Im Automobilmarkt stehen Milliarden von Daten täglich zur Verfügung, man denke nur an die Daten, die Sharing Riesen wie etwa UBER täglich sammeln würden.

Für Fahrzeughersteller heisst das, sich bei diesen Mobilitätsthemen ständig neu zu erfinden. Kern sei für ihn die Beantwortung der Frage, wie die Kontrolle über die eigene Zeit zurückgewonnen werden könne. So gab Stadler sehr konkrete Beispiele wie etwa die effizientere Fahrweise, um sich Ampeln zu nähern, er brachte Hinweise, wie die Sicherheit beim Fahren erhöht werden könne und für die Effizienz im Individualverkehr.

Zukünftig staufrei zu fahren, das Infotainment im Fahrzeug zu nutzen laufe letztlich auf die Nutzung des Autos als dem größten digitalen Device heraus. Und das sind alles Themen an denen die Fahrzeughersteller heute arbeiten.

Für die Hersteller sei eine große Herausforderung, Umsatz mit den Kunden zu generieren, die das Auto heute schon fahren: neue Bezahlmodelle wie etwa die Bezahlung der Sitzheizung nur dann, wenn sie auch im Einsatz sei (also ‚by use‘) oder auch das Herunterladen und Bezahlen von Videos nach Bedarf, all das seien Themen der Zukunft.

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