Der SCROOSER, ein Elektroroller made in Germany

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Der SCROOSER, ein Elektroroller made in Germany
Quelle: SCROOSER

Der SCROOSER, ein Elektroroller made in Germany. Mit hohem Lenker und tiefem Sattel hat er ein bisschen was von einem Chopper. Trotzdem ist der SCROOSER eben kein Motorrad. Er ist eine Art Tretroller mit Elektroantrieb, auf dem nicht nur ein kühles Lüftchen weht, sondern auf dem man auch noch cool aussieht. Wir haben ihn auf der ams i-mobility Messe in Stuttgart getestet.

So kommt der SCROOSER ins Rollen

Der SCROOSER sieht aus wie ein Kindertretroller für Erwachsene. Das Prinzip ist vertraut und doch ist sein Inneneben absolut neuartig. Ausgestattet mit einem Impulsantrieb, erkennt der Roller mit welcher Geschwindigkeit sich der Fahrer abstößt und dosiert passend dazu die Leistung des Elektromotors. Der 500 Watt starke Elektromotor ist unsichtbar unter dem Trittbrett angebracht und kann zum Laden herausgenommen werden. Der Tretroller mit Elektromotor hat dabei eine Reichweite von bis zu 55 km, dann muss er wieder für 1-2 Stunden an die Steckdose.

Der Roller lässt sich im Sitzen und im Stehen fahren, nur mit Gasgriff oder auch wie einen Tretroller aus Kindheitstagen. Aktuell gibt es den Roller in drei unterschiedlichen Motorisierungen. Die stärkste hat eine Straßenzulassung und ist auf Straßen, Fahrrad- & Mofawegen erlaubt. Allerdings braucht man hierfür einen Führerschein, eine Versicherung und ist dazu verpflichtet einen Helm zu tragen. Es gibt jedoch auch noch ein Modell ohne Straßenzulassung, für die kein Führerschein notwendig ist. Auch die Versicherungs- und Helmpflicht fallen weg. Bis zu 25 km/h schaffen alle diese Flitzer.

Quelle: https://youtu.be/Fka8r_SSMog

Der SCROOSER IST 100% Made in Germany

Alle Einzelteile des SCROOSERS werden in Deutschland hergestellt. Genauer gesagt im baden-württembergischen Balingen. Aber nicht alles am SCROOSER ist deutsch, wie beispielsweise der Produktname. Die Kombination der englischen Wörter „Scooter“ und „Cruisen“ führte den Dresdner Erfinder Jens Tine zum Namen SCROOSER.

Für wen ist der SCROOSER gedacht?

Sie wohnen in der Stadt? Wenn Erledigungen anfallen sind Sie meist zu faul zu Fuß zu laufen? Und das Fahrradfahren macht Ihnen auch keinen Spaß? Dann wäre der SCROOSER laut den Herstellern eventuell etwas für Sie. Die Zielgruppe sind Leute, die in Innenstädten leben und dort immer mal kurze Wege zurückzulegen haben. Der SCROOSER für anspruchsvolle und umweltbewusste Individualisten in urbanen Lebensräumen konzipiert. Außerdem ist er eine ideale Alternative zu Fahrrad und Co. Das Lifestyle- Fahrzeug gibt es ab 4.490 € zu kaufen.

cityseg nutzt den SCROOSER für Städtetouren

Wer den SCROOSER nicht gleich kaufen, aber ihn trotzdem mal testen will, für den lohnt sich vielleicht ein Besuch auf cityseg.de. Cityseg verwendet die SCROOSER für Stadtrundfahrten. Baden-Baden, Karlsruhe, Heidelberg und Raststatt können so mit einer neuen Art der Fortbewegung erkundet werden.

Selbsttest auf der ams i-mobility Messe Stuttgart

Am vergangenen Wochenende fand in Stuttgart die auto motor sport i-mobility Messe statt. Dort wurden Lösungsansätze für die intelligente Mobilität der Zukunft vorgestellt und Fragen wie „Wie bewegen sich die Menschen zukünftig von A nach B? Welches sind die Antriebssysteme der Zukunft? Und wohin geht der Trend bei E-Bikes?“ beantwortet.

Auch der SCROOSER war dort vertreten und konnte erlebt werden. Ich habe die Gunst der Stunde genutzt und den Elektroroller getestet.

Selbsttest auf der ams i-mobility Messe Stuttgart
Quelle: Sabrina Pfeifer

Am Anfang war ich etwas skeptisch und habe mich erstmal im Sitzen probiert. Nach einigen Gleichgewichtsübungen klappte es ganz gut und schon stand ich auf dem Roller. Mit leichtem Dreh am Gasgriff beschleunigte der Elektroroller ziemlich rasant und vollkommen leise. Ließ man den Gashebel jedoch wieder leicht los, bremste der Roller sanft. Auch die Kurven klappten nach etwas Übung wunderbar. Aber das Beste: Nach dem Absteigen steht der SCOOTER von alleine. Das heißt, man muss ihn nicht abstellen oder einen Ständer einklappen, wie man das vom Fahrrad gewohnt ist. Die Akkus, die im Trittbrett des Rollers eingebaut sind, sorgen dafür, dass der Roller nicht umfällt. Das ist super praktisch. Fazit: Der SCROOSER macht einen Heidenspaß!

1 KOMMENTAR

  1. Der SCROOSER sieht ja wirklich stylisch und interessant aus. Jedoch kann ich mich gut vorstellen, dass etablierte Elektroroller von Marken wie Nova, SXT oder UNU praktischer im Alltag sind.
    Der vorgestellte Tretroller wirkt wirklich bulkig und mit seinen 500W gehört er sicherlich nicht zur Leistungsklasse der Elektroroller.

    Wahrscheinlich hinkt dieser Vergleich jedoch, da die von mir angesprochenen Elektroroller für die Straße gedacht sind und der Tretroller wahrscheinlich eher für den Bürgersteig gedacht ist.

    Der Preis ist natürlich im Vergleich zu den besser ausgestatteten, herkömmlichen Elektrorollern sehr happig, dafür gilt der SCROOSER im Gegensatz zu seinen Straßenpendants aber wahrscheinlich eher als Styleobjekt.

    Trotzdem sehr interessanter Artikel, vielen Dank für den Einblick in diese Mobilitätsniche.

    LG

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