Jahrelang haben die deutschen Autobauer die Luft wissentlich vergiftet. Die Toten pro Jahr durch Stickoxide gehen in die Zehntausende. Viele Fahrzeuge müssen verbessert und nachgerüstet werden. Das Ende des Diesels, bzw. des Verbrenners wird oftmals gefordert. Ein Dieselgipfel sollte Klärung bringen.

Der Dieselgipfel – erste Ergebnisse

Vertreten waren die Autoindustrie, die Politik und die betroffenen Kunden, mit einem starken Ungleichgewicht zu Gunsten der Industrie. Vereinbart wurden sofortige Softwareaktualisierungen der Motorsteuerung bei etwa 5 Mio Fahrzeugen der Klassen Euro 5 und 6. Das kostet etwa 100€ pro Fahrzeug und bringt etwa 30% weniger Schadstoffe. Diese Verbesserung läge allerdings weit unter der Menge der Überschreitung der Grenzwerte. Eine Nachrüstung der Abgasreinigung und der Motoren würde etwa 1.500€ pro Fahrzeug kosten, die Schadstoffe würden allerdings auch bis zu 90% reduziert.

Zusätzlich bot BMW an, dass Kunden mit einem Dieselfahrzeug der Klasse Euro 4 oder älter einen Bonus von 2.000€ bekommen, beim Kauf eines neuen, saubereren Fahrzeuges von BMW oder Mini. Das alte Fahrzeug nimmt der Händler in Zahlung.

Was die Politik unternimmt

Der ADAC sieht die Politik in der Pflicht. Denn das Ergebnis des Gipfels ist eine recht kostengünstige Lösung für die Konzerne. Zudem ist bislang nichts von Strafen für die Verantwortlichen zu vernehmen.

Seitens der Politik sollen keine Zahlungen für die Verbesserungen fließen. Dies gilt allerdings nicht für kommunale Flotten. Bei Taxen und Bussen wird der Bund 250 Mio Euro für Umrüstungen investieren. Zusätzliche Investitionen für Infrastrukturmaßnahmen, wie Radschnellwege und die Aufstockung von Förderungen wurden angekündigt. BMW, Daimler und VW wollen ihr Engagement für umweltfreundliche Mobilität in Städten erhöhen und gemeinsam mit dem Bund in einen Fonds einzahlen, welcher die Digitalisierung in den Städten voranbringen und den Verkehrsfluss steigern soll.

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