Das BMW Motorrad X2City – einfach antreten

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Der BMW Motorrad X2City - einfach antreten
Quelle: BMW

Das BMW Motorrad X2City – einfach antreten. Die elektrisch betriebene Zweiradlösung zum Antreten wird als Konzept für die Zukunft der urbanen Mobilität scheinbar immer beliebter. Jetzt hat auch BMW nachgezogen: Unter dem Modellnamen BMW Motorrad X2City wird der Tretroller mit Elektromotor ab Ende 2017 im Handel erhältlich sein. Ein kleiner Faktencheck:

Was kann der X2City?

Mit seinen 25 km/h Spitzengeschwindigkeit ist der X2City genauso schnell unterwegs wie ein Mofa. Der Unterschied? Für den Roller braucht man weder Führerschein noch Haftpflichtversicherung. Er wurde als „Pedelec25“ eingestuft und kann daher auch von 14-Jährigen gefahren werden. BMW empfiehlt allerdings das Tragen eines Fahrradhelmes. 25 km/h können einem stehend mit Sicherheit ganz schön schnell vorkommen. Je nach Fahrweise kommt der mit einem Nabenmotor im Hinterrad versehene X2City 25 bis 35 Kilometer weit.

Beschleunigung nur durch antreten

Anders als bei Rollern, wie dem Scrooser oder dem ETWOW, wird der X2City nur über das physische Antreten beschleunigt. Aus Sicherheitsgründen beginnt diese elektrische Unterstützung aber erst bei sechs km/h. Hat man aus irgendwelchen Gründen keine Lust mehr auf die elektrische Unterstützung, so kann man diese im Bremshebel durch einen Schalter unterbrechen. Der X2City kann sogar mit einer Verzögerungsleuchte und einem Rücklicht aufwarten. Ebenso wie fünf Geschwindigkeitsstufen: acht, zwölf, 16, 20 und 25 km/h. Wie bei fast allen Rollern befindet sich der Lithium-Ionen-Akku unter dem Trittbrett. Ist er ganz leer gefahren, benötigt er nach BMW-Angaben 2,5 Stunden zum Wiederaufladen.

Sogar mit Verzögerungleuchte und Rücklicht ist der X2City ausgestattet
Quelle: BMW

Auf Pendler zugeschnitten

Der höchst stabil und robust anmutende Roller, der sogar über einen neckischen Seitenständer verfügt, soll vor allem Geschäftsleute und Pendler begeistern. Immerhin ist er zusammenklappbar – mit ähnlichen Maßen wie ein Klapprad – und kann so mit in die öffentlichen Verkehrsmittel genommen werden. Für Freizeitnutzer ist er mit dieser Eigenschaft aber auch von Interesse. Immerhin passt so ein Klapproller eher in das Wohnmobil oder den Kofferraum, als ein E-Bike. Mit 20 kg ist er aber doch ganz schön schwer im Vergleich z.B. zu den früher so beliebten Cityrollern, die nur mit Muskelkraft angestoßen werden.

Power-Bank und Fortbewegungsmittel

Ein Feature hat der X2City allerdings, das vor allem die Generation „ich-bin-über-Handy-immer-erreichbar“ ansprechen muss: Via Micro-USB kann das Smartphone über den Roller-Akku während der Fahrt geladen werden. So hat man Power-Bank und Fortbewegungsmittel in einem.

Wo gibt’s den Roller?

Der X2City ist eine Kooperation von BMW Motorrad und der Firma ZEG. Diese ist für ihre Fahrradmarken wie Bulls oder Hercules bekannt. Daher verkauft auch nicht BMW die Roller, sondern die Firma Kettler Alu-Rad GmbH in ihren Fachgeschäften und ihrem Online-Handel. Momentan wird ein Preis von unter 2.500 € angesetzt.

Ein kleines Ausrufezeichen

BMW setzt mit diesem Roller schon ein kleines Ausrufezeichen in Sachen Mobilität der Zukunft. Am Gewicht könnte man tatsächlich noch etwas arbeiten. Die Größe und Stabilität können allerdings durchaus auch Herren ansprechen – lässt sich ein 1,85m-Mann doch nur ungern mit dem Cityroller auf dem Weg zur Arbeit sehen, oder?

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