In Frankfurt und Utrecht testete DHL im Frühjahr 2017 Lastenfahrräder mit Containerboxen, sogenannte Cubicyles, für den Einsatz in den Innenstädten. Das City-Hub-Konzept sollte die erste und letzte Meile umweltfreundlich und schnell bewerkstelligen.

Der Einsatz von Cubicycles sollte…

…die herkömmlichen Zustellfahrzeuge ersetzen, die Flexibilität erhöhen und den Schadstoffausstoß verringern. 125 kg können in den Containern zugeladen werden. Ein Transporter bringt die Container zum City-Hub, wo die Verladung auf die E-Lastenfahrräder und die Zustellung in der Nähe erfolgt. Auf gleichem Wege werden auch Sendungen beim Absender abgeholt. Jedes Cubicycle kann zwei Zustellfahrzeuge ersetzen und spart so jährlich 16 Tonnen CO2 ein. Ein aktuellerer Bericht von DHL korrigiert diese Zahlen allerdings um 50% nach unten. Die Fahrräder können Staus leicht umgehen und schaffen pro Stunde die doppelte Anzahl an Zustellstopps. Logischerweise sind die Betriebskosten deutlich günstiger. Da die Container die Ausmaße von Standard-Paletten haben ist eine Nutzung im gesamten Netzwerk von DHL sowie eine Kombination mit anderen Transportarten möglich.

Die Erweiterung des Projektes

Die Ausweitung des Projektes erfolgte auf die Stadt Den Haag. Hier kommen Screetscooter und Nissan e-NV200 auf der letzten Meile zum Einsatz. Diese sind so umgebaut, dass sie je drei Behälter transportieren können. LKW mit 7,5t Zuladung transportieren mehrere Container zum City-Hub. Die Eignung der Cubicylces und der E-Transporter soll auf unterschiedlichen Strecken getestet werden. Für längere Routen durch die Städte ist sicherlich ein E-Transporter besser geeignet. Für kürzere oder besonders viel befahrene Strecken eignen sich die Lastenräder besser, da diese die Staus flexibel umgehen können.

Das City-Hub-Konzept von DHL verspricht eine umweltfreundliche, schnelle, leise und flexibel einsetzbare Lösung für die Express-Zustellung. Es sollte außerdem Beispielcharakter für andere betriebliche Anwendungen und Lieferdienste, nicht nur Paketzusteller, haben. Die Zustellung ist damit sogar in gewisser Weise unabhängig von der Tageszeit. In Wohngebieten entstehen nachts keine störenden Verkehrsgeräusche. Die Belieferung von Paketstationen wäre also bereits nachts denkbar um tagsüber zusätzliche Kapazitäten zu haben und die Zustellung zu beschleunigen. Die Zukunft jedenfalls fährt immer häufiger elektrisch.

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