In Europa gelten Minivans nicht gerade als die bequemste Art zu reisen. Ganz anders in Asien und Australien, wo die Toyota, KIA oder Mercedes Minivans einen festen Platz in der Branche der Fahrgasttransporte haben. Von daher überrascht es schon ein wenig, dass ausgerechnet Daimler mit dem amerikanischen Partner Via nun den englischen Markt aufgreift.

Daimler steigt bei Via ein

Via offeriert Taxifahrten per Van in den USA bereits erfolgreich in den Städten New York, Chicago und Washington D.C. Jetzt steigt Daimler als strategischer Investor bei Via ein. Hier entsteht eine neue Partnerschaft mit den Fahrzeugen der Stuttgarter und den effizienten, preisgünstigen und nachhaltigen Sharing Diensten der Amerikaner.

Nachhaltig heißt hier (noch) nicht unbedingt elektrisch. Hier geht es bislang um die Sharing Möglichkeiten mit Vans, die bis zu 9 Personen aufnehmen können. Jetzt sollen auch die europäischen Mobilisten angesprochen werden. In London wird gestartet.

Langfristig sollen hier neben der Software von Via elektrische Vans, modernste digitale Services und eines Tages sogar autonom fahrende Daimler Fahrzeuge zum Einsatz gebracht werden.

Offen für weitere Partner

Hierbei steht für Via und Daimler nicht nur der Einsatz eigener Fahrzeuge zur Debatte. Man könne sich sogar vorstellen, andere Fahrzeughersteller in das Netz zu integrieren. Das sogenannte „On-Demand Shuttle Operating System“ soll Städte in die Lage versetzen, Verkehrsprobleme mit Hilfe der Via/Daimler Lösung in den Griff zu bekommen, ohne dass Investitionen in eine eigene Infrastruktur notwendig sind.

50 Millionen US Dollar lässt sich Daimler diesen Invest in das amerikanische Startup kosten. Neben den bereits laufenden Sharing-Invests in Car2Go und die App basierte MyTaxi Lösung, soll dem Partner nun möglichst schnell in Europa zum Erfolg verholfen werden. In London kämpft man da vor allem gegen UBER und den lokal sehr erfolgreichen Citymapper, einen Busoperator, der ausschließlich über eine App angesteuert werden kann. Der Unterschied hierbei ist jedoch, dass Citymapper nach wie vor auf klassische Busrouten setzt. Nicht ganz das Sharing Modell, was hinter Via steckt, aber bislang sehr erfolgreich in der englischen Hauptstadt.

Es kommt Bewegung in die Sharing und On-Demand Modelle in Europe – und das ist gut so.

 

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