Der Diesel ist in der Kritik und die Elektromobilität wartet in Deutschland immer noch auf den Durchbruch. Gegenüber dem Handelsblatt hat jetzt Daimler-Aufsichtsrat Roman Zitzelsberger gesagt, dass er klare Festlegungen der Politik vermisst. Zum einem zum Thema Dieselmotor, zum anderen brauche man mehr Engagement der Regierung auf dem Weg ins Elektrozeitalter.

Er sieht die Politik in der Pflicht, das ein flächendeckendes Netz an Ladesäulen zur Verfügung steht. Man könne nicht von der Autoindustrie erwarten, das alles elektrisch und umweltfreundlich wird.

Zitzelsberger: „Wenn sich Politik und Energieversorger nicht ganz schnell auf die Hinterbeine stellen, dann sind alle schönen Verheißungen nur heiße Luft.“ Es braucht laut dem Aufsichtsrat mehr Druck bei diesem Thema und der Vergleich zum Breitbandausbau und wie langsam der vonstattengehe, bereiten ihm einige Sorgen.

Weiterhin glaubt der Daimler Aufsichtsrat, dass es auch in 15 oder 20 Jahren nicht ohne Benzin- und Dieselmotoren gehen wird. „Die Vorstellung, dass wir in zehn Jahren faktisch nur noch Elektrofahrzeuge haben, teile ich überhaupt nicht.“

Andere Länder sind mit der Infrastruktur ebenfalls nicht weiter, ein schneller Ausbau in Deutschland würde bedeuten, dass man an der Grenze halt machen muss.

Persönlich finde ich diese Aussagen nicht förderlich, jedoch erklären sie auch warum die deutsche eMobilität so schwer hinterher hinkt. Die Fehler werden bei anderen gesucht. Innovatoren wie Tesla Chef Musk gehen bei diesen Schwierigkeiten andere Wege. Anstatt sich an der Ladeinfrastruktur und der Politik aufzuhängen, wird eine eigene Infrastruktur bereitgestellt. Investitionen werden angenommen und es wird nicht gewartet bis die Politik etwaige eventuelle Subventionen bereitstellt.

 

 

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