Car-Sharing Croove by Daimler

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Croove Car-Sharing by Daimler

Vor wenigen Wochen hat Daimler mit Croove eine eigene Carsharing-App angekündigt. Seit wenigen Tagen ist diese nun in München am Start.

„Miete dein Auto von Leuten aus deiner Nähe: günstig, einfach, schnell und sicher.“ Soweit die Idee hinter dem Launch eines eigenen Startups im Daimler Konzern. Der Mobilitäts-Service wurde mit Hilfe von Daimler Kollegen aufgebaut. Neben der finanziellen Starthilfe gingen Designer und Entwickler aus dem Daimler Konzern den Croove Kollegen zu Hand.

Croove bringt Musik in meinen Geldbeutel

Croove, das lässt natürlich sofort an Groove denken. Nettes Detail ist die Support Email, sie nennt sich support @ letscroove – eine gewisse Nähe zu Funk ist da doch zu verspüren.

Doch nicht um Musik geht’s, sondern um die Möglichkeit, ein Auto preisgünstig zu nutzen, ohne es selbst zu besitzen. Oder anders herum: mein Auto in der Zeit Menschen zur Verfügung zu stellen, in der ich selbst im Büro sitze, oder gar nicht in der Stadt weile.

Wichtig dabei ist, dass ich nicht unbedingt ein Fahrzeug mit dem Stern auf der Motorhaube mein Eigentum nennen muss. Ganz gleich welche Marke: ich registriere mich, stelle den Wagen in die Community und dann kann die Vermietung losgehen. Mein Blick heute morgen auf die Croove App bestätigt: die ersten drei Fahrzeuge sind sämtlich BMW Fahrzeuge, kein Wunder, denn wir starten ja in der bayerischen Landeshauptstadt.

Doch wie finde ich den richtigen Preis für mein Auto?

Forbes nennt das übrigens: „… Daimler basically sponsors a future Airbnb on wheels.“ Getreu dem Airbnb Motto ist also zunächst empfohlen, ein gutes Bild meines Fahrzeuges einzustellen. Die App hilft mir bei der Preisfindung. Ich gebe einfach meine Fahrzeugmarke ein, füge Zustand und Alter hinzu und schon bekomme ich einen Vorschlag. Der erscheint mir für mein angegebenes Fahrzeug als durchaus fair. Für den ordnungsgemäßen Zustand des Wagens sorgt dann ein Kontrollrundgang mit dem Mieter. Hier bin ich mir noch nicht ganz sicher, ob ich jedes Mal einen Kontrollrundgang machen möchte. Eigentlich möchte ich ja quasi in meiner Bürozeit den Wagen produktiv mit Mietern durch die Stadt flitzen lassen. Nun, die Praxis wird es zeigen.

Was ist jedoch, wenn etwas passiert während der Fahrt?

Mein Auto wird in der Zeit versichert durch die Allianz, die nächste Münchner connection. Gegen Schäden und Diebstahl bis 1 Mio. Euro. Optional kann ich für die gesamte Abwicklung auch einen Valet Service in Anspruch nehmen. Das scheint meine Lösung für die Zeit während meiner Arbeit zu sein. Abgerechnet wird das Ganze bargeldlos, direkt nach dem Ende der Anmietung – too easy.

Wettbewerber gibt es schon länger

Hier in Europa finden wir mit Drivy einen Wettbewerber, der seit gut zwei Jahren in Deutschland einen fast identischen Service anbietet. Deren Start war in Berlin, heute sollen dort mehr als 5.000 Autobesitzer und 140.000 aktive Autofahrer mit der App unterwegs sein. Drivy nennt sich daher „den größten privaten Carsharingdienst in Deutschland.“

Und Berlin wäre nicht Berlin, wenn dort nicht noch ein weiterer Peer-to-Peer Serviceanbieter in den Startlöchern stände. Als „On-demand Fuhrpark“ bezeichnet sich das Startup Getaway – hier wird derzeit allerdings noch dafür geworben, seine Stadt einzutragen und dann zu hoffen, dass eine Community groß genug wird, um den Service dort anzubieten.

Und dann sind natürlich für den Mieter die Car-sharing Services von Car2Go und DriveNow als Wettbewerber zu nennen. Hier stammen die Autos aus dem Stall von Daimler und BMW und dürften zumindest was die Verlässlichkeit angeht, gewisse Markenvorteile gegenüber dem herkömmlichen Privatwagen bieten.

Wir werden weiter berichten.

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