BMW i3 – der Allrounder?

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Der BMW i3 gehört bereits zu den alten Hasen im Elektroautogeschäft und er hat schon so einiges erleben können. So wurden z.B. die Motorsport-Qualitäten des Elektroflitzers getestet und zwar vom ehemaligen finnischen Rallyefahrer Rauno Aaltonen. Und auch bei der Polizei wird der Elektrowagen weltweit eingesetzt.

Heute wollen wir auf diese beiden Aspekte sowie die Erweiterung der Batterie eingehen.

Motorsport im i3

Nicht nur einfacher Motorsport, sondern direkt Rallye Qualitäten wurden beim BMW i3 festgestellt. Im Video sieht man wie Rauno Aaltonen den i3 auf einer Schotterpiste gefühlvoll um die Kurven driftet und dabei u.a. wie folgt kommentiert: „The i3 is a highly interesting vehicle“. Und diese getesteten Qualitäten stimmen, denn dank des Elektromotors stehen direkt ab Sekunde null die 250 Newtonmeter Drehmoment zur Verfügung. Allerdings  wurde beim Video auch ein wenig geschummelt. Ein BMW-Mechaniker programmierte das Fahrzeug so um, dass die elektronischen Helfer ausgeschaltet waren. Erst diese Maßnahme ermöglichte die sanften Drifts.

Motorsport bald elektrisch?

Von den wirklichen Motorsport-Qualitäten der Elektroautos sind die meisten Hersteller jedoch nicht überzeugt. Begrenzte Reichweite, kein Sound für die Fans – Es gibt so einige Dinge die gegen die Tauglichkeit des Autos sprechen. Allerdings werden immer mehr Plugin Hybride in den Motorsport integriert, die durch ihren elektrischen Zusatzmotor überzeugen. So gibt es seit einigen Jahren bereits das KERS-System in der Königsklasse, der Formel 1. Das Kinetic Energy Recovery System sorgt für eine Art „Boost“ bei den Wagen. Dabei wird die durch die Bremsmanöver gespeiste Power in einer Batterie gespeichert, welche dann per Knopfdruck vom Fahrer abgerufen werden kann.

Bereits jetzt gibt es elektrische Rennserien wie die Formel E, die Elecrtic GT oder das Red Bull Event Global Rallycross.

Der BMW i3 – weltweiter Einsatz bei der Polizei

Wir berichteten bereits über den BMW i3 und seinen Einsatz bei der deutschen Polizei. Mittlerweile rüstet man jedoch auch in der Tschechischen Republik um. Dort wurden elf  i3 für die Polizei angeschafft. Eingesetzt werden die Autos in Städten wie Prag, Brno, Budweis, oder Zlín. Die tschechische Polizei greift hier auf den BMW mit Range Extender und auf die 94 Ah Version zurück. Und sollte sich herausstellen, dass die Fahrzeuge für den Polizeialltag nicht tauglich sind, hat sie die Option, die Elektroautos nach 6.000 km oder 6 Monaten zurückzugeben. Hoffen wir auf eine positive Bewährungsprobe der Autos.

Neue Reichweite des i3

Gegen 1.200€ Aufpreis können bisherige Besitzer ihren Wagen aufrüsten. Gründe dafür liegen auf der Hand. Der i3 ist für Stadtfahrten bestens geeignet, längere Touren könnten jedoch knapp werden. Die Kapazität der aufpreispflichtigen größeren Batterie beträgt 33 kWh statt bisher 22 kWh. Die Beschleunigungswerte sind gleich geblieben, trotz 40 kg Zusatzgewicht. Mit der 22 kWh großen Batterie kamen die Fahrer bisher auf realistische 120-150 km. Der neue i3 preist 300 km an, ist jedoch realistisch im 200 km Bereich anzuordnen. Für den Weg zu meiner Arbeit (Gesamt 150 km) würde es damit mittlerweile reichen.

Fazit für den BMW i3

Motorsport Qualitäten? Jaein, der elektrische Motor beschleunigt auf Tempo 60 in schnellen 3,7 Sekunden, jedoch kann man, die Drifts wie im Video nur mit einer Umprogrammierung des Autos erreichen. Allerdings stehen die Motorsport Qualitäten bei solch einem Auto nicht im Vordergrund. Der BMW performt immer besser und entspricht immer mehr Ansprüchen. Er ist mit 200 km Reichweite alltagstauglich, beschleunigt stufenlos und hat einen langlebigen Akku (100.000 km Garantie von BMW). In unter 3 Stunden kann der Wagen mit Wechselstrom zu 80 % geladen werden, Gleichstrom natürlich bedeutend schneller (40 Minuten). Die Umweltförderung des Staates von 4.000 Euro kann vielleicht auch noch beim Kauf überzeugen.

 

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