BMW will der Innovationsführer der Automobilbranche sein! Ein klares Statement, welches CEO Harald Krüger auf der Bilanzpressekonferenz der Öffentlichkeit und Konkurrenz mitteilte. 2017 will BMW weiter wachsen und damit einher geht der Fokus auf die eMobilität.

Platz 3 für BMW in der eMobilität

Die bisherige Elektroauto Strategie scheint nämlich aufzugehen, denn die Bayern verkauften im Jahr 2016, im Vergleich zur Konkurrenz wie Daimler, deutlich mehr Elektroautos und Plug-in-Hybride. Das Ergebnis ist für die Bayerischen Motorenwerke aussagekräftig, denn sie sind der drittgrößte Elektroauto -Hersteller der Welt. Und Innovationen kann man am besten mit der eMobilität vorantreiben, wenn nicht da, wo sonst!

„Wir starten die größte Modelloffensive unserer Geschichte“, sagte Krüger.

Erklärtes Ziel für die Bayern

2017 und 2018 können Begeisterte mit mehr als 40 neuen und überarbeiteten Modellen rechnen. Auch zu sehen an dem neuen 5er BMW und dem  hochpreisigen und margen-starken Geländewagen X7. Den 5er gibt es bereits als BMW 530e iPerformance Limousine mit einem kombinierten 252 PS Motor und einer elektrischen Reichweite von 48 km.

Bekenntnis zur Mobilität der Zukunft

Auch ist es klar, dass die Bayerische Motoren Werke weiter in die Mobilität der Zukunft investieren muss. Eine Weiterentwicklung der i Modelle, wie BMW i3 oder i8 muss stattfinden, genauso wie die Erforschung von Innovationen im Zusammenhang mit digitaler Vernetzung und autonomen Fahren. Die Kosten, die dafür eingeplant werden müssen, gehen in die Milliarden.

BMW i3: 100.000 Elektroautos sind das Ziel

Über den BMW i3 haben wir bereits des Öfteren berichtet. Die Entwicklung ist deutlich sichtbar. Konnte man beim ersten Modell mit 130-170 km Reichweite rechnen, knackt der i3 bereits die 300 km Reichweite. BMW hat viel Lehrgeld für den i3 bezahlt, jedoch konnte man auch viele Schlüsse ziehen, die andere Automobilhersteller erst einmal aufholen müssen.

Im Endeffekt steht erneut der dritte Platz: der i3 gehört zu den drei meistverkauften Elektroautos. Das Ziel für 2017 ist damit auch direkt definiert: 100.000 elektrifizierte Fahrzeuge verkaufen (so viele wie in den letzten drei Jahren zusammen).

BMW will Angebot an Elektroautos rasch vergrößern

Der Antrieb mit Elektromotor und Akku soll in allen wichtigen Baureihen integriert werden. 2019 kommt bereits der Elektro Mini und der X3 soll 2020 in einer Elektrovariante auf den Markt kommen. 2025 wollen die Bayerische Motoren Werke auch Fahrzeuge mit Brennstoffzelle anbieten. Im gleichen Jahr sollen Elektromodelle und Hybride 15-25% des BMW Absatzes ausmachen.

Bitte an die Politik

Ob die Elektroautos am Markt zum Erfolg werden, liegt auch am Gesetzgeber. Auch wir haben schon so einige Steine auf dem Weg zur eMobilität feststellen müssen und auch BMW sieht die Verantwortung bei Kunden und dem Gesetzgeber.

Sharing

Die Bayerischen Motorenwerke sind mittlerweile nicht nur Automobilhersteller, sondern wandeln sich immer mehr zum umfassenden Mobilitäts-Dienstleister. DriveNow hat mit Partner Sixt inzwischen 800.000 Kunden, die auf die Sharing Angebote zurückgreifen. Mit den Dienstleistungen strebt man bis 2025 den Kontakt zu 100 Millionen Kunden an. Zum Vergleich: mit den Autoverkäufen hat man bis jetzt 30 Millionen Kunden erreicht. Ein hochgestecktes aber schaffbares Ziel.

Fazit zur eMobilität von BMW

Machen wir es anhand der üblichen SMART Formel bei Zielen.

Spezifisch: Eindeutig, den die Bayerische Motoren Werke wissen genau, wie die eMobilität zu ihrem Trumpf gegenüber der Konkurrenz werden kann. Der BMW i3 soll dabei Vorreiter bleiben.

Messbar: 100.000 Elektroautos dieses Jahr, eindeutig messbar und damit zu Punkt 3

Attraktiv/Akzeptierend: Ein hohes Ziel für BMW, welches die Vorreiterrolle unter den deutschen Herstellern weiter festigen würde. Eindeutig attraktiv, da 100.000 Autos auch ihren Teil zum Erfolg für die Bayern beitragen würden.

Realistisch: Da bin ich persönlich skeptisch. 100.000 Autos sind eine Menge, besonders da in den letzten 3 Jahren, insgesamt die gleiche Anzahl verkauft werden konnte. Wir bleiben gespannt.

Terminiert: Ende 2017 ist die Deadline für die 100.000 Autos. Auch die anderen Innovationen sind klar zeitlich abgegrenzt. Ein sportlicher Zeitplan, der den Hersteller einiges kosten wird, jedoch BMW viel erreichen lässt, wenn die Termine eingehalten werden.

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