Auf leisen Reifen – E-Roller von stella-sharing

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Auf leisen Reifen - E-Roller von Stella-Sharing
Quelle: Sabrina Pfeifer

Auf leisen Rollen. Die E-Roller von stella-sharing. Ich steige die Treppen hinauf zum Feuersee. Der stella-Roller fällt mir sofort ins Auge: himmelblau und irgendwie ein bisschen retro. „stella“ steht groß und in geschwungener Schrift auf den hinteren Kotflügeln. Ich muss grinsen – jetzt kann es ja gleich losgehen. Aber ich will von vorne anfangen.

Carsharing auf zwei Rädern

Am Hauptbahnhof in Stuttgart sieht man die blauen Zweiräder immer häufiger. Sie wurden von der niedersächsischen E-Scooter Firma emco in Zusammenarbeit mit den Stadtwerken Stuttgart für stella-sharing entwickelt. Das Tolle? Jeder, der einen Führerschein besitzt kann die E-Roller ausleihen. Das Besondere? Sie laufen ausschließlich mit Ökostrom. In Kooperation mit den Stadtwerken Stuttgart betreibt stella-sharing eine Variante des Carsharing – sozusagen Scootersharing.

E-Roller mieten leicht gemacht: Mit Web…

„Anmelden. Aufsteigen. Abfahren.“ Mit diesem Slogan wirbt stella-sharing auf seiner Webseite. Das klingt so simpel, dass ich neugierig geworden bin – kann es wirklich so einfach sein? Registrieren für den Dienst kann man sich einfach online. Das hat funktioniert – nur bekam ich meine Mail mit dem Aktivierungslink nicht. Ich checkte nochmal all meine Angaben – und tatsächlich, ich hatte einen Buchstabendreher in meiner Emailadresse. Typisch… Also, erstmal beim Kundenservice von stella-sharing angerufen – das war mir schon etwas peinlich. Das erste Mal konnte mir leider nicht gleich weitergeholfen werden, aber beim zweiten Anruf hat’s dann geklappt. Positiv: beide waren super freundlich am Telefon und in der Warteschleife war ich nicht mal zwei Minuten. Die Verifizierung meines Führerscheins erfolgte innerhalb von fünf Minuten via Skype. Das übernimmt die Firma emmy für Stella. Emmy ist ebenfalls ein E-Scootersharing Unternehmen mit Sitz in Berlin.

…und App

Die Rollersuche und die Vermietung läuft bei stella-sharing über die eigene App. Die ist übrigens kostenlos und in der Apple- wie der Android-Version erhältlich. Auch dort meldet man sich an und kann dann mithilfe einer Karte sehen, wo in Stuttgart sich freie E-Roller befinden. Letztes Jahr im August war stella-sharing mit 15 E-Rollern in die Pilotphase gestartet. Mittlerweile sind es 75 an der Zahl. 75 neue E-Roller wohlgemerkt, die Ende April offiziell zum Start der neuen Saison übergeben wurden. Sogar Stuttgarts Oberbürgermeister Fritz Kuhn hat sich auf das blaue Zweirad getraut.

Der Zuhause-Bereich ist gekennzeichnet
Quelle: Stadtwerke Stuttgart

Der sogenannte „Zuhause-Bereich“ ist in der Karte markiert. Hier stehen alle verfügbaren Roller – und hier müssen sie nach Ende der Nutzung auch wieder abgestellt werden – wie bei car2go. Neben dem Stuttgarter Innenraum gehören auch Sillenbuch, Feuerbach, Degerloch, Botnang, Hohenheim und Vaihingen dazu.

Welcher E-Roller darf’s denn sein?

Ich suche mir also einen Roller aus – vorzugsweise einen mit noch recht vollem Akku. Auf der Karte wird mein Standort angezeigt. Im Umkreis stehen zwei, die aber nur noch mit 15% Akku angegeben sind – das ist mir doch zu riskant. Immerhin will ich in den Stuttgarter Osten und kann nicht einschätzen, ob das reicht.

Die beiden Roller werden vermutlich bald aus dem System genommen, damit der stelle-Partner Elmoto die Akkus tauschen kann. Das in Stuttgart ansässige E-Bike-Unternehmen wartet die Flotte, tauscht die Akkus. Sie sind mit Renault-Twizzys unterwegs, damit auch die Wartung völlig emissionsfrei abläuft. In der stella-Werkstatt werden die leeren Akkus wieder aufgeladen.

Hier werden angezeigt, wo wie viele E-Roller zur Verfügung stehen
Quelle: Stadtwerke Stuttgart

Ich suche weiter: an S-Bahn Station Feuersee steht einer mit 100%. „Das ist mein Roller!“, denke ich mir, klicke schnell auf „Jetzt reservieren!“ und sprinte zur S-Bahn. Ich habe 15 Minuten bis die Reservierung verfällt. Natürlich kommt die S-Bahn zu spät, natürlich brauche ich länger als 15 Minuten zum Feuerseeplatz, natürlich habe ich im Tunnel kein mobiles Internet. Aber trotzdem Glück gehabt – der Roller wurde noch nicht vergeben und ich reserviere nochmal, als mein Handy wieder Empfang hat.

Fortsetzung folgt…

So weit so gut. Ob ich den Roller überhaupt finde – und wie es sich damit fährt. Dazu morgen mehr.

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