Absatzförderung von Elektroautos im internationalen Vergleich

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Internationale Beitragsförderung für Elektroautos

Wir wollen einen Blick werfen auf die Absatzförderung von Elektroautos im Ausland, denn hier in Europa zeigen sich derzeit deutliche Unterschiede in der Incentivierung für den Kauf eines Elektroautos.

Die beschlossene Prämie für Elektroautos und wiederaufladbare Hybridfahrzeuge in Deutschland wird ja hier im Lande eher als aktive Industriepolitik verstanden. Wirtschaftsminister Sigmar Gabriel definierte die Prämie als ‚Neuerfindung der individuellen Mobilität‘, also quasi einen Beweis, dass deutsche Automobilmacher neue Antriebe herstellen und massentauglich machen können.

Im Ausland werden unterschiedliche Förderwege dazu genutzt, dem Käufer den Weg zum Elektrofahrzeug zu versüßen, was fällt dabei auf?

Absatzförderung: Norwegen ist das große Vorbild in Europa

Norwegen ist einer der Vorreiter in der Absatzförderung von Elektroautos, dortige Stromer werden dreimal so stark gefördert wie in Deutschland. Von daher ist ein Elektroauto dort auch günstiger, als die herkömmlichen Diesel- oder Benzinermodelle im Markt. Norwegen rühmt sich heute, das Land mit den meisten Elektrofahrzeugen pro Einwohner zu sein, die Norwegian EV Association ECOHZ drängt zudem auf die Nutzung von Strom aus regenerativen Quellen im Land.

Zusätzlich genießen die norwegischen Elektrofahrer Privilegien wie etwa die Möglichkeit, auf Busspuren zu fahren, kostenlos zu parken oder Fähren zu nutzen. Der Kauf eines Elektroautos ist selbstverständlich umsatzsteuerfrei. Selbst das Nachtanken des Stroms ist an den mehr als 4000 öffentlichen Ladestationen im Land kostenlos. Das nennen wir einen wirklich guten Ansatz, auch wenn selbst in Norwegen nach we vor die herkömmlichen Antriebe deutlich mehr verkauft werden, als die Stromer.

In den Niederlanden werden 6x mehr Hybride als Elektroautos verkauft

In unserem Nachbarland Niederlande existiert seit einigen Jahren eine ganz ähnliche Absatzförderung wie bei uns: die Förderung von Hybriden und reinen Elektroautos führte dazu, dass in den letzten Jahren sechsmal so viele Hybride abgesetzt wurden, wie reine Stromer. Das Land rangiert in dem seit 2010 aufgestellten McKinsey Electric Vehicle Index hinter Norwegen auf Rang 2 der wichtigsten 14 Nationen, wenn es darum geht, wie groß der Marktanteil von E-Fahrzeugen am Gesamtmarkt ist.

In Europa finden wir mit Frankreich auf Rang 3, Dänemark auf Rang 5 und Großbritannien auf Rang 6 drei weitere Länder vor dem inzwischen auf Rang 8 platzierten Deutschland. Da gibt es also deutlich Luft nach oben in Deutschland.

2 KOMMENTARE

  1. […] Zahlreiche Länder machen es überall auf der Welt vor, jetzt folgt auch Österreich mit einer Millionenförderung für Elekromobilität. Das Aktionspaket vom Bundesministerium für Verkehr, Innovation und Technologie (BMVIT), dem Bundesministerium für ein lebenswertes Österreich (BMLFUW) und Automobilimporteuren umfasst 72 Millionen Euro. Hauptaugenmerk der Fördersumme liegt auf dem Ankauf von Elektrofahrzeugen und auf der Ladeinfrastruktur. Es richtet sich an Privatpersonen, Unternehmen sowie Bund, Länder und Gemeinden. […]

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